Über mich

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Name:            Andrea Drosihn

Geb.-Jahr:       1965

Familienstand: verheiratet

Beruf:             Verwaltungsfachwirt und ganzheitlicher Ernährungscoach LCHF und Paleo

Ernährung war für mich schon immer ein spannendes Thema, obwohl ich nie ernsthaft übergewichtig war. Mein Ziel war es immer, schlank zu sein und mich gesund zu ernähren.

Aus Büchern und Medien wusste ich, was gut für mich war:

Eine Ernährung mit wenig Fett, einem etwas höheren Eiweißanteil, viele kalorienarme Kohlenhydrate sowie ein wenig Sport. So habe ich mein Leben lang jegliches Fett von meinem Fleisch abgeschnitten, viel Nudeln, Brot und Kartoffeln und alles Fettige so gut es ging vermieden. Genascht habe ich fettfreie Gummibärchen und Joghurt-Gums (und davon reichlich, denn ich bin eine Naschkatze). Ich wog immer so zwischen 49 und 52 kg bei einer Körpergröße von 1,59 m. Perfekt!

Aus meiner Sicht war jeder Übergewichtige disziplinlos, aß einfach zu viel und machte zu wenig Sport. Ich hatte kein Verständnis dafür, dass man sich nicht mal ein bisschen zusammenreißen konnte.

Tja, dann überschritt ich mein 40. Lebensjahr und nahm jedes Jahr so um die ein bis zwei Kilo zu. Was ging denn jetzt ab? An der Ernährung konnte es nicht liegen, denn ich ernährte mich ja so, wie es empfohlen wurde. Bestimmt war ich durch die beruflichen Anforderungen ein bisschen faul geworden und hing zu viel auf der Couch. Also mehr Sport! Doch das half nicht, ich nahm weiter zu, bestenfalls hielt ich einige Monate mein Gewicht. Gut, dann musste ich wohl doch besser auf meine Kalorienzufuhr achten. Gar keine Schoki mehr, nur noch Gummibärchen, nur selten Pasta mit Sahnesoße, Pommes mit Currywurst einschränken, Pizza ohne Salami, ansonsten nur noch fettarme Light-Produkte. Aufs Brot strich ich anstatt Lätta ein bisschen Senf. Ich verlor so ein bis zwei Kilo, aber mehr auch nicht.Also nun doch härtere Bandagen! Ich entdeckte eine bekannte Formula-Diät für mich. Lt. Werbung klappt das super. 3 x mal täglich Pülverchen angerührt und ich
nahm ein paar Kilos ab. Geht doch!

Ne, ging nicht, denn nach zwei Wochen konnte ich das Zeug nicht mehr sehen und außerdem wollte ich unbedingt mal wieder was essen, was man auch kauen konnte, was schmeckte und satt machte. Also fiel ich über den Kühlschrank her. Verdammt, wieder versagt.

Meine Laune war auf dem Tiefpunkt und ich war unglücklich. Dann nahmen die Wechseljahre auch noch so richtig Fahrt auf. Ich mutierte nun ganz schön oft zur
mies gelaunten Zicke. Hier schon mal ein großes Danke an meinen tollen Mann, der das ausgehalten hat und mich trotzdem weiter liebte.

Dieser tolle Mann war selbst ein wenig pummelig geworden, fand Diäten aber blöd und stieß auf ein Buch mit dem Titel „Die Manndiät“. Dieses Buch empfahl eine starke Einschränkung von Kohlenhydraten und einen höheren Fettanteil. Es gab Gerichte mit Gorgonzolasoße, Butter, Sahne, fettem Käse, griechischen Joghurt, Nüssen, Fleisch, fettem Fisch usw. Verzichtet wurde nur auf Sättigungsbeilagen wie Nudeln, Kartoffeln, Brot etc. Ich dachte: wie ungesund ist das denn? Hat mein Liebster den Verstand verloren? Und vor allem: was sollte ich denn nun z. B. zum Frühstück essen? Keine Brötchen mehr mit Marmelade oder Nutella? Kein Müsli mehr?

Aber mein eigensinniger Mann wollte es ausprobieren und ich sollte mitmachen. Egal, da kam es jetzt auch nicht mehr drauf an, meine Figur war meiner Meinung nach eh ruiniert.

Oh, wie war das Essen lecker!!! Fisch, Fleisch, Gemüse mit viel Butter, Sahnesoßen. Endlich war ich nach dem Essen wieder satt und zufrieden. Wir machten am Wochenende englisches Frühstück mit Eiern, Speck, gegrillten Tomaten, gegrilltem Käse, Baked Beans oder Eieromeletts oder leckere fettreiche Smoothies. Wahnsinn, ich war bis abends satt! An den Arbeitstagen aß ich morgens selbstgemachtes Nussmüsli (welches ich mir als Vorrat herstelle) mit griechischem Joghurt und einer Handvoll Beeren, mittags Salat mit einer Eiweißportion (z. B. Thunfisch oder Putenstreifen) und abends gab es ein schönes Stück Fisch oder Fleisch mit ordentlich Kräuterbutter, Salat oder Gemüse. Selbst Bounties und Snickers machten wir uns selber. Herrlich! Das war zu gut um wahr zu sein und ich dachte, was soll´s, drei Wochen machst du mal mit und dann wirst du die zusätzlich angefressenen Pfunde schon irgendwie wieder los. Auf die Waage ging ich erst mal nicht, denn ich wollte jetzt einfach mal genießen. Aber dann änderte sich plötzlich was: so nach einer Woche hatte ich weniger der üblichen Blähungen, meine Verdauung klappte besser, ich hatte kaum noch Lust auf Süßigkeiten, Nudeln oder Pizza und meine Jeans zwackten nicht mehr so. Außerdem war ich viel aktiver. Ob ich doch mal auf die Waage steigen sollte? Ich tat es und war völlig erstaunt: 1,5 Kilo weniger, anstatt, wie erwartet, 2 – 3 kg zugenommen!

Hä? Erst mal die Batterien in der Waage ausgetauscht. Es blieb dabei. Ich nahm Woche für Woche weiter ab, mal mehr, mal weniger, aber immer ab und niemals zu.

Okay, das Abnehmen klappte, aber das konnte doch nicht gesund sein! Seit meiner Teenagerzeit wurde mir doch immer eingebleut: Iss kein Fett, sonst wirst du fett!

Doch mein Interesse war geweckt. Ich informierte mich über diese Ernährung, googlte, las Bücher zu diesem Thema. Des Pudels Kern war die starke Einschränkung von Kohlenhydraten mit der gleichzeitigen Erhöhung des Konsums an gesunden Fetten. Und ich verstand, warum ich mit den normalen Ernährungsempfehlungen nicht abnehmen konnte. Mehr noch, ich verstand, warum sich Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes II und Stoffwechselstörungen zu einer Epidemie in den westlichen Industrieländern ausbreiten konnten.

Dann erfuhr ich von der Ausbildung zum „Ganzheitlichen Ernährungscoach LCHF und Paleo“ bei der LCHF-Akademie Deutschland. Das wäre doch was! Auch anderen Menschen zu helfen, ihr persönliches Wohlfühlgewicht mit einer gesunden, leckeren, sättigenden und zufrieden machenden Ernährung zu erreichen.

Ich hatte eh schon lange den Wunsch, mich beruflich zu verändern. Aber würde ich es schaffen? In meinem Alter? Mit einem Vollzeitjob, der mitunter ziemlich stressig war? Puh, so viel „Fachfremdes“ lernen? Meine Überlegungen dauerten noch ein weiteres Jahr. Als letzte Entscheidungshilfe nahm ich im Februar 2017 am 1. deutschsprachigen LCHF-Kongress in Düsseldorf teil. Ich war völlig begeistert. Die Redner dort waren Ärzte, Biologen, Wissenschaftler, Menschen aus medizinischen Berufen, keine abgedrehten Spinner mit höchst fraglichen Ideen. Alle Themen waren mit wissenschaftlichen Studien untermauert.

Menschen mit Adipositas, Diabetes, Krebs oder anderen schlimmen Krankheiten kamen zu Wort und berichteten von den erheblichen Besserungen oder teilweise sogar Heilungen ihrer Krankheit, nachdem sie ihre Ernährung auf LCHF umgestellt hatten.

Am Ende des Kongresses stand für mich fest: ich beginne diese Ausbildung bei der „LCHF Deutschland“!

Während der berufsbegleitenden Ausbildung lernte ich alles über Ernährung, Körperfunktionen, Anatomie, aber auch Stress- und Bewegungsmanagement und Coaching.
Es war total spannend. Im März 2018 erhielt ich dann das Zertifikat zum „Ganzheitlichen Ernährungscoach LCHF und Paleo“. Ich hatte sogar mit der Note 1,8 abgeschnitten. Da war ich schon ein bisschen stolz auf mich.

Nun möchte ich diesen genialen Ernährungsstil publik machen und Menschen darin unterstützen, ihre Ernährung umzustellen und sie in ein gesünderes und leichteres Leben begleiten.

LCHF ist eine natürliche, ausgewogene, dem Menschen angepasste Ernährung, die alles enthält, was der menschliche Körper für ein optimales Funktionieren benötigt.

Seitdem ich meine Ernährung umgestellt habe, kann ich ohne zu zögern sagen, dass ich mich schon lange nicht mehr so wohlgefühlt habe. Ich habe keine großen Gewichtsschwankungen mehr, keinen aufgeblähten Bauch, keinen Heißhunger mehr auf Süßes. Auch bin ich nach dem Essen nicht mehr müde, sondern voller Tatendrang. 5-6 Stunden nach einer Mahlzeit bin ich satt, suche nicht mehr ständig nach Zwischensnacks und habe meine alte Ausgeglichenheit zurück. Wenn sich dann der Hunger bemerkbar macht, kann ich in aller Ruhe eine Mahlzeit zubereiten und am Tisch sitzend essen. Vorbei die Zeiten, wo ich ständig gefühlt am Rande des Hungertodes stand und meine Mahlzeiten am besten gleich aus dem Kühlschrank aß. Vorbei, seitdem ich meinen Körper mit natürlichen und artgerechten Lebensmitteln ernähre.

Ich habe es geschafft, meine Ernährung umzustellen und Du wirst es auch schaffen!